Wo die Hoffnung gewinnt

Gut 600 Besucherinnen und Besucher erlebten fröhliches, gehaltvolles, sportlich und kulinarisch hochstehendes Fest in Trimmis.

Datum
8. September 2019

Wenn man erleben will, wie die Stiftung Gott hilft tickt und was die DNA ihrer Organisation ist, besucht man am besten ihr Jahresfest, das seit der Gründung der Stiftung vor 103 Jahren jeweils am zweiten Sonntag im September stattfindet. Über 600 Menschen aus vier Generationen drängten sich in die mehr als volle Mehrzweckhalle in Trimmis. Die Kinder lagerten vor der Bühne auf dem Boden oder bevölkerten die Kletterwände. Hochbetagte kamen an Stock und Rolator. Es zeigte sich, dass die Arbeit der Stiftung Gott hilft generationen – und kulturübergreifend ist.

Ein fröhlich bunter Festgottesdienst

Der Gottesdienst war eine Mischung aus Musical, Talkshow, Konzert und Studentenkomik: Die Sozialpädagogischen Pflegefamilien inszenierten einen Song zum Thema «Lebensmut», den eine ihrer Jugendlichen komponiert hatten. Ein Ehemaliger aus dem Schulheim Scharans erzählte aus seinem kurvenreichen Weg und schilderte, wie ihm Menschen dabei Unterstützung gegeben hatten. Diese kamen selbst in Filmeinblendungen zu Wort und transportierten dabei in Kürze den sozialpädagogischen Kernauftrag. Studierende parodierten auf witzige Art und Weise ihren Alltag in der Studenten – WG Steinbock, der als ein Lernlabor für Sozial- und Konfliktfähigkeit dient. Von den von vier Sängerinnen vorgetragenen Songs ging das Segenslied nach der Predigt unter die Haut. Es ist nach einer Diagnose, welche für den Ehepartner einen bösartigen Hintumor festhielt. Das Lied beschrieb einen eindrücklichen Hoffnungsweg vom Dunkel ins Licht. Beim Ausgang wurde eine Kollekte gesammelt, welche für einen neuen Arbeitszweig der Stiftung, das BiT gesammelt wurde. Daraus sollen Berufskleider für die Klienten im BiT («Berufsintetrationstraining») gesammelt werden.

Where hope wins

Oder eben: wo die Hoffnung gewinnt. In all diesen Beträge kam dieses Thema der Hoffnung zum Ausdruck. Hoffnung ist der Motor für Widerstandskraft, Lebensfreude und den Mut zum Aufstehen. Christliche Spiritualität wird in der Stiftung Gott hilft als Ressource gesehen. Das kam auch in der Predigt des Gesamtleiters zum Ausdruck, der über das Gleichnis vom Senfkorn predigte. In Gottes Reich beginnt alles mit kleinen Anfängen, die aber grosse Auswirkungen haben. «Wir können keine grossen Dinge tun. Wir können nur kleine Dinge mit grosser Liebe tun», zitierte er Mutter Theresa. Das Evangelium sie kein Rezept zum Erfolg, sondern Gottes Verprechen, da zu sein in Gelingen und Scheitern. Die Predigt schloss mit einem Zitat Vaclav Havels, des grossen tschechischen Präsidenten: «Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.» Dies ist eine wichtige Grundhaltung der sozialen Arbeit

Unihockeyspektakel

Das Jahresfest der Stiftung Gott hilft ist ein Gemeinschaftsfest für alle Anspruchsgruppen der Organisation: Die Küchenbrigade des Alterszentrums Serata sorgte für eine hervorragende Verpflegung zu Beginn während der Mattinée beim Ankommen und über Mittag. Nach der Mittagspause erfolgte eine vielfältiges Unihockeyspektakel: Verschiedene Teams aus den Institutionen kamen zum Einsatz, Vertreter des Stiftungsrates und der Stiftungsleitung mischten als eigenes Seniorenteam auch mit. Für die Teams war der Höhepunkt jeweils ein Spiel gegen bekannte Spielerinnen und Spieler, die national und international im Einsatz sind. Die Festorganisation lag ganz in Händen der Mitarbeitenden und Studierenden der Stiftung Gott hilft. Ausdrücklich sei der Gemeinde Trimmis herzlich gedankt, die uns seit Jahren Gastrecht gibt.